Verlässlicher Schutz muss nicht teuer sein

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Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Ist es nicht so? Beim Thema Alarmanlagen denken die meisten von uns an Filme mit spektakulären Einbrüchen in Villen, Museen oder Banken. Dabei sind Einbrüche leider fast zum Alltag in Deutschland geworden. Im Jahr 2014 stieg die Zahl der Hauseinbrüche hierzulande auf insgesamt 152.000 an. Angesichts solcher Zahlen ist es ratsam, sein Zuhause mit einer Alarmanlage vor Langfingern zu schützen – und das geht ganz einfach.

Was braucht man?

Grundsätzlich benötigt man für die verlässliche Sicherung eines Gebäudes mehrere „Sinnesorgane“ und ein „Hirn“. Als Sinnesorgane einer Alarmanlage fungieren die unterschiedlichen Sensoren, die es einzeln oder in fertigen Paketen gibt. Manche nehmen Bewegungen wahr, manche Rauch, andere melden das Öffnen von Türen oder Fenstern, wieder andere erkennen, wenn sich Diebe an Glasscheiben zu schaffen machen. All diese Sensoren melden ein Ereignis (und das Nichteintreten eines Ereignisses) an das Hirn, die Schaltzentrale. Deshalb bestehen im Handel angebotene Pakete aus einer Schaltzentrale sowie verschiedenen Sensoren.

Die Alarmzentrale

Als Gehirn der Alarmanlage empfängt die Zentrale die Signale der Melder und prüft diese auf Funktionalität. Außerdem ist die Zentrale für die Einhaltung des Schaltungsmodus‘ zuständig und setzt die Sensoren aktiv oder inaktiv. Nach dem „Scharf-Schalten“ der Anlage übernimmt sie im Notfall die Auslösung des Alarms und schaltet Sirene oder Blitzleuchten.

Auch die Anrufe und/oder SMS-Mitteilungen an die jeweils vorher einprogrammierten Telefonnummern werden mithilfe der Alarmzentrale getätigt. Je nach Sicherheitsbedürfnis und Größe des zu schützenden Gebäudes/Geländes sind mehr oder weniger Sensoren notwendig, die an die Zentrale angeschlossen werden. Die Detail-Bedienung erfolgt in den meisten Fällen am Gerät selbst, während das „Scharf-/Unscharfstellen“ der Anlage auch mit einer Funkfernbedienung (Abb. 1) funktioniert.

Fernbedienung
Abb. 1: Aktivierung auf Knopfdruck: Per Funkfernbedienung wird die Anlage aktiviert bzw. deaktiviert (Quelle: Multi Kon Trade).

Die Sensoren

Mit Sensoren bestückt werden in der Regel alle Punkte und Bereiche, mit denen ein Eindringling in Kontakt kommen würde. Das sind in erster Linie Türen, Fenster und Bereiche vor dem Haus sowie im Gebäude.

Tür-/Fensterkontakte (Abb. 2) melden das unberechtigte Öffnen von Türen und Fenstern, während z. B. Glasbrucherschütterungssensoren den etwaigen Versuch melden, die Scheibe zu beschädigen. Darüber hinaus sollten auch Sensoren angebracht werden, die Rauch, Wasser oder Gas melden. Mit ihrer Hilfe kann in den meisten Fällen Schlimmeres verhindert werden und ermöglicht den Personen im betreffenden Gebäude, dies rechtzeitig zu verlassen.

Eine Verbesserung gegenüber herkömmlichen Bewegungsmeldern sind sogenannte tierimmune Bewegungssensoren. Der Hintergrund: Solche Sensoren können zwischen Erwachsenen und Tieren, wie im Haus freilaufenden Hunden oder Katzen, unterscheiden. Das ist praktisch, weil damit nicht ständig Fehlalarme ausgelöst werden.

Tür Fenstersensor
Abb. 2: Tür-/Fensterkontakte sorgen dafür, dass zu Hause niemand so einfach einsteigt (Quelle: Multi Kon Trade)

Die Signalgeber

Neben den ausgehenden Telefonanrufen und/oder Kurznachrichten an die einprogrammierten Nummern steuert die Alarmzentrale auch Signalgeber wie Sirene oder Blitzlicht. Erst dann ist auch dem Einbrecher klar, dass er entdeckt wurde und es höchste Zeit ist, zu flüchten.

Kameras, Rekorder und Apps

Selbstverständlich hat die „Smart Home“-Welt auch in den Bereich der Haussicherheit Einzug gehalten. Denn neben IP-Kameras mit brillanter HD-Auflösung und passenden Rekordern ermöglichen mittlerweile komfortable Apps der jeweiligen Anbieter den Zugriff auf die Anlage von überall. Insbesondere kann der Betreiber bei Verwendung einer oder auch mehrerer Kameras jederzeit mal „reinschauen und -hören“ – per Smartphone, Tablet oder klassisch mit Laptop/Tischrechner.

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Abb. 3: Alles bestens im Blick: schwenkbare Innenkamera mit HD-Auflösung und optischem Zoom (Quelle: Foscam/Multi Kon Trade)

Fazit

Die Sicherheit zu Hause ist (eigentlich) ein Thema, das jeden etwas angeht. Leider schrecken wohl noch zu viele vor der vermutet komplizierten Installation und den vermeintlich hohen Kosten zurück. Dabei sind seit Jahren Systeme und Basispakete auf dem Markt, die den Einstieg in die Sicherheit zu Hause leicht machen.

Tests zeigen, dass es bereits für weit unter 250 Euro Sets qualitativ hochwertige Komponenten gibt. Achten sollten potentielle Käufer einer Alarmanlage vor allem auf die Erweiterbarkeit ihres Systems, also beispielsweise das Hinzuschalten weiterer Fenstersensoren oder Bewegungsmelder.

Außerdem ist die Beauftragung eines Fachbetriebes angeraten, wenn es um Gebäude, Werte und eine Schutzbedürftigkeit geht, die über ein normales Maß hinausgehen. Mehr zum Thema finden Sie unter unserer Einbruchschutz Checkliste.

Nützliche Links:
http://www.testberichte.de/testsieger/level3_kleine_hausanlagen_video_tuerueberwachungen_750.html
http://alarmanlagen-test.net/
http://www.elektriker.org/alarmanlagen-Test-2011832

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