Der Baum im Garten ist zu groß geworden. Also ab damit. So einfach kann man es sich leider nicht machen, denn für ein ordnungsgemäßes Baumfällen ist doch einiges zu beachten. Bäume fällen ist sicherlich keine der großen wissenschaftlichen Disziplinen und benötigt auch keine langjährige Berufsausbildung. Für einen Amateur ist es aber zweckmäßig, Vorkehrungen zu treffen und einen Plan aufzustellen, damit keine unnötigen Risiken für beteiligte Personen oder Passanten entstehen. Auch die örtliche Baumschutzverordnung kann zum Risikofaktor werden. Als Eckpunkte eines solchen Planes sollte man sich notieren:

Baumfällgenehmigung

Örtliche Gegebenheiten

Werkzeuge und Kleidung

Baumfälltechnik

Baumfällung

Baumfällgenehmigung

Für eine Baumfällung sind die Vorschriften der Baumschutzverordnung einzuhalten, die es für Gemeinden und Landkreise in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Eine Genehmigung ist in der Regel immer dann erforderlich, wenn der Stamm des zu fällenden Baumes einen Umfang von mindestens 30 cm hat. Gemessen wird dies in einer Höhe von 1,00 m. Die Maße variieren von Gemeinde zu Gemeinde. In der Zeit vom 1.3. bis 30.9. eines Jahres ist die Baumfällung zum Schutze nistender und brütender Vögel nur unter Angabe zwingender Gründe für die Unaufschiebbarkeit der Maßnahme (Unfallgefahr) möglich. In vielen Fällen ist auch eine Ersatzbepflanzung erforderlich.

Die Genehmigungskosten liegen im Bereich bis zu 90 €. Den Baum „schwarz“ zu fällen kann teuer werden, denn der Bußgeldkatalog dafür sieht Strafen bis zu mehreren zehntausend Euro vor.

Örtliche Gegebenheiten überprüfen

Wenn die Behörde die Genehmigung erteilt hat, sind die örtlichen Gegebenheiten zu prüfen. Dazu gehört es, festzustellen, um welche Baumart es sich handelt und ob der Baum ein sogenannter Problembaum ist, der durch Schädigungen im Inneren ein anderes Fallverhalten hat, als im Normalfall.

Danach erfolgen Vorkehrungen zur Absicherung des Gefahrenbereichs der Baumfällung. Der gesamte Bereich um den Baum muss abgesperrt werden. Notwendig ist dabei ein Radius von doppelter Baumlänge. Sorgen Sie dafür, dass sich nur die Personen im abgesperrten Bereich aufhalten, die direkt mit der Baumfällung beschäftigt sind. Vor Beginn der Fällung sind auch deutlich sichtbare Warnschilder aufzustellen und unter Umständen muss auch der Bürgersteig gesperrt werden, damit keine Passanten verletzt werden.

Letztendlich gilt spätestens hier die Überlegung, ob nicht angesichts der zweifellos vorhandenen Gefahren bei der Fällung von Bäumen die Hinzuziehung oder Beauftragung eines Fachmanns erforderlich wird.

Werkzeuge und Kleidung

Insbesondere für den Laien ist bei der Auswahl von Werkzeug und Bekleidung besondere Sorgfalt angebracht. Wichtigstes Werkzeug sind dabei die Kettensäge und Fällkeile. Daneben sind je nach Einzelfall auch Hebebühne und Axt erforderlich. Hinsichtlich des Einsatzes einer Motorsäge sind die Vorschriften in den einzelnen Bundesländern zu beachten. In einigen Ländern gibt es eine Pflicht zum Erwerb eines Motorsägen-Führerscheins. Nur damit darf man eine Motorsäge kaufen und bedienen.

Muss man in größeren Höhen arbeiten, sollte auf keinen Fall eine Leiter benutzt werden. Hier empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen immer der Einsatz einer Hebebühne.

Eine Axt zum Baumfällen zu verwenden ist nur etwas für kanadische Holzfäller-Experten. Der normale Heimwerker ist damit schlicht überfordert. Die Axt wird zum Spalten des Holzes benutzt, wenn dieses bereits am Boden liegt.

Kleidung

Wer Bäume fällen möchte, sollte unbedingt Schutzkleidung tragen. Im Rahmen der eigenen Sicherheit sollte man dabei auch nicht auf Billigprodukte zurückgreifen, sondern Qualitätsbekleidung kaufen. Zu diesen Kleidungsstücken gehört ein Helm, möglichst mit Schutzvisier, ein Hörschutz, feste Lederhandschuhe, Arbeitshose und Arbeitsjacke, sowie Schuhe mit Stahlkappen.

Die oben genannten Ausrüstungsgegenstände kann  man in fast jedem Baumarkt erwerben, in manchen Baumärkten kann man die Ausrüstung inzwischen auch ausleihen.

Baumfälltechnik

Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann die Arbeit endlich beginnen. Mit welcher Technik man dabei vorgehen sollte, ist in dem nachstehenden Video ausführlich beschrieben.

Bildquelle: Kyken / pixelio.de

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