Eine große Herausforderung, auch für den geübten Heimwerker, ist die Beseitigung von Schäden auf Holzoberflächen. Der tolle Designertisch, ein antikes Möbelstück oder der geerbte massive Esstisch, auf alle Oberflächen wirken der ständige Gebrauch und der Zahn der Zeit.

Da ergeben sich dann Risse, Verformungen oder auch Oberflächenschäden in Form von Vergilbungen oder ähnlichem. Restauratoren, Möbeltischler und Spezialbetriebe können hier helfen, aber das ist in der Regel auch sehr teuer. Natürlich kann auch der geübte Heimwerker selbst Hand anlegen.

Oberflächenschäden

Beseitigung von Kratzern

Für kleinere Kratzer oder Oberflächenbeschädigungen hält der Handel einige Arten von Retuschierstiften bereit. Mit mehr als einem Dutzend Farben findet man mit ziemlicher Sicherheit auch den gewünschten Farbton aus der ursprünglichen Erstverwendung. Für das Auftragen der Retuschierfarbe muss der Untergrund sauber, fettfrei und trocken sein. Retuschierstifte sind auf allen Holzarten sowie auf den meisten Kunststoffflächen anwendbar; einzige Ausnahme ist Weich-PVC, dieses eignet sich nicht für die Bearbeitung mit Retuschierstiften.

Risse und Kerben behandeln

Für gröbere Risse oder Kerben im Holz wird in der Regel Wachskitt verwendet. Auch hier sind wiederum etwa ein Dutzend Farbtöne zur Auswahl vorhanden. Da der Wachskitt auch durch einfaches Verkneten im Farbton mischbar ist, wird auch der ungeübte Heimwerker nach einigen Probeversuchen die richtige Farbe für die zu behandelnden Stellen herausfinden. Wachskitt eignet sich im Prinzip für fast alle Oberflächen im Innenbereich, ob nun bereits lackiert oder gebeizt. Es kommen Türen, Möbel, Paneele oder besondere einzelne Holzbauteile zur Beseitigung von Schäden in Betracht. Allerdings müssen lose Bestandteile und vor allem Fette vorher entfernt werden.

Der farbige Wachskitt selbst muss vor der Verarbeitung leicht gewärmt werden, damit er geschmeidig wird und besser zu verarbeiten ist. Empfehlenswert ist daher ein Probeversuch an einer nicht sichtbaren Stelle allemal. Der Kitt wird dann mittels eines Spachtels unter leichtem Druck in die entsprechende zu reparierende Stelle eingebracht, wobei überschüssiges Wachs sofort unter leichtem Druck wieder entfernt werden kann.

Behandlung von Löchern

Für größere Schäden an der Holzoberfläche sowie Löcher im Möbel ist die Behandlung mit  einer speziellen Holzpaste erforderlich. Ähnlich wie bei den beiden vorherigen Reparaturmöglichkeiten gibt es auch hier viele Farbtöne zur Auswahl. Die Holzpaste verhält sich nach dem Aushärten wie echtes Holz; sie kann geschliffen, gehobelt und gebohrt werden. Selbstverständlich ist auch das Streichen nach dem Aushärten problemlos möglich.

Es lassen sich mit dieser Reparaturmöglichkeit allerdings nur saugfähige Untergründe behandeln. Tiefe Risse und Löcher müssen in mehreren Schichten nach der jeweiligen Aushärtung behoben werden.

Bildquelle: pixelio / Thomas Wilhelm

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