In den Wintermonaten, in der Vorweihnachtszeit und an den Feiertagen im Dezember haben Kerzen und Lichter eine ganz besondere Bedeutung. Kerzen spenden angenehm indirektes Licht und verbreiten eine wohlige Atmosphäre. Direkt auf dem Weihnachtsbaum sorgen echte Kerzen noch immer für das besondere Etwas. Doch so schön Kerzen in allen Formen, Farben und Größen auch sind, sie können auch gefährlich werden, wenn man zu sorglos und unbedacht mit ihnen umgeht.

Das Thema Brandschutz in der Weihnachtszeit wird jedes Jahr aufs Neue von den lokalen Feuerwehren und Mieterschutzvereinen thematisiert. Und das aus gutem Grund: In der Advents- und Weihnachtszeit kommt es vermehrt zu Wohnungsbränden, die durch eine brennende Kerze ausgelöst wurden. Doch Brandschutz in der Weihnachtszeit ist keine Wissenschaft. Wir geben Ihnen ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie die besinnliche Zeit im Jahr bei Ihnen zu Hause sicher und gefahrlos genießen können.

Gefahrenquelle Adventskranz

Ein Adventskranz gehört in vielen Haushalten zur Einstimmung in der Vorweihnachtszeit. Meist besteht so ein Adventskranz aus Zweigen von Nadelbäumen, auf denen allerhand Dekoration in Form von Schleifchen und Päckchen platziert ist. Kleine weiße Wattebausche dienen als Schneeersatz. Ein Adventskranz zeichnet sich aber natürlich dadurch aus, dass vier Kerzen aufeinanderfolgend vom 1. bis zum 4. Advent entzündet werden.

Ein herkömmlicher Adventskranz hat entsprechend eine Lebensdauer von etwa vier Wochen. Obwohl die meisten Adventskränze im Handel über recht dicke Kerzen verfügen, ist die zum 1. Advent erstmals entzündete Kerze am 4. Advent häufig weit hinuntergebrannt. Spätestens jetzt ist Vorsicht geboten. Denn die Tannennadeln des Kranzes sind zu dieser Zeit meist schon spröde und trocken und können sich leicht entzünden. Auch das Dekomaterial kommt weit hinuntergebrannten Kerzen nun gefährlich nahe.

Bei der Nutzung des Adventskranzes sollte entsprechend immer darauf geachtet werden, dass alle Dekoelemente einen ausreichenden Abstand zur Kerze haben. Der Kranz selbst sollte auf einer feuerfesten Unterlage wie z.B. einem Teller platziert werden. Damit der Kranz lange frisch bleibt und die Nadeln nicht austrocknen, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit eine leichte Befeuchtung mit einer Blumenspritze bzw. einer Sprühflasche mit Wasser. Der feine Wassernebel verhindert das frühzeitige Austrocknen der Nadeln und ist damit auch ein wichtiger Brandschutz in der Weihnachtszeit.

Gefahrenquelle Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum ist für die meisten das A und O zur Weihnachtszeit und das Mindestmaß der weihnachtlichen Dekoration. Das Wichtigste ist zunächst die Standsicherheit des Weihnachtsbaumes. Der Baum sollte in einem geeigneten Weihnachtsbaumständer sicher und fest fixiert werden. Empfehlenswert sind Ständer, die das Befüllen mit Wasser ermöglichen, so dass der Baum lange frisch bleibt. Beachten Sie bitte auch die auf dem Weihnachtsständer angegebene Maximalhöhe des Baumes!

Platzieren Sie den Weihnachtsbaum in einer eher ruhigen Ecke und nicht direkt an der Tür, wo Ihre Gäste den Raum betreten und verlassen. Die direkte Nähe zu Fenstern und Türen sollte generell vermieden werden, weil es in diesen Bereichen schnell zu Zugluft kommen kann.

Wer echte Kerzen am Weihnachtsbaum verwendet, sollte auf einen ausreichenden Abstand zu Zweigen und Dekomaterial achten. Entzünden sollten Sie echte Kerzen immer von oben nach unten. Löschen Sie die Kerzen in umgekehrter Reihenfolge und achten Sie darauf, dass die Kerzen nicht zu weit hinuntergebrannt sind. Beim Auspusten pusten Sie bitte nicht zu stark, weil Funken oder heißes Wachs rasch an die Zweige gelangen können. Empfehlenswert sind spezielle Kerzenlöscher aus Edelstahl, die Sie in hübsch weihnachtlichen Varianten überall im Handel finden.

Übrigens: Auch Lichterketten sind eine Gefahr am Weihnachtsbaum! Beachten Sie beim Befestigen der Ketten den auf der Verpackung empfohlenen Mindestabstand zu Zweigen und Deko. Defekte Lämpchen ersetzen Sie bitte nur mit Ersatzlämpchen derselben Wattzahl, eine höhere Wattzahl kann zu Überhitzung führen!

Weitere Tipps zum Brandschutz in der Weihnachtszeit

Generell sollten Sie immer auf Standsicherheit Ihrer Kerzen achten und Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen. Besonders an den weihnachtlichen Feiertagen, wenn möglicherweise viele Gäste und Kinder im Haus sind, verzichten Sie vorsichtshalber auf zu viele brennende Kerzen. Denn im Trubel verlieren Sie leicht den Überblick und vergessen möglicherweise das Löschen einer Kerze beim Verlassen des Hauses. Wenn Sie vierbeinige Mitbewohner haben, die unbemerkt eine Kerze umstoßen könnten, greifen Sie lieber auf LED-Kerzen zurück, die es inzwischen auch in tollen und einer echten Kerze sehr ähnlichen Varianten gibt.

Als Brandschutz in der Weihnachtszeit dient auch immer ein gefüllter Wassereimer oder eine Gießkanne, die sie unauffällig in einer Ecke platzieren können. Für den Fall der Fälle sollte allerdings auch ein Feuerlöscher oder wahlweise eine Löschdecke im Haushalt vorhanden sein.

Sollte trotz Ihrer Vorkehrungen zum Brandschutz in der Weihnachtszeit ein Brand entstehen, alarmieren Sie bitte umgehend die Feuerwehr unter dem Notruf 112! Verlassen Sie das Haus und informieren Sie alle Mitbewohner und Nachbarn.

Bild: Pixabay

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here