Was macht es aus, das Bausatzhaus und für wen ist geeignet?

Der Hausbau ist im Prinzip die größte Investition im Leben eines Normalbürgers und im Normalfall ist er eher nicht erschwinglich, trotz aller niedrigen Zinsen und sonstigen günstigen Rahmenbedingungen.

In Deutschland haben nach einer Studie von Eurostat rd. 52% der Einwohner eine eigene Immobilie, in der sie in der Regel auch selbst wohnen. Damit belegt Deutschland in der Rangliste von 27 Ländern in Europa den vorletzten Platz.

Das belegt eindrucksvoll, dass viele Menschen ihren Traum vom eigenen Haus nicht umsetzten (können!) Das liegt vielfach daran, dass es einfach nicht möglich ist, neben dem erforderlichen Grundstück auch noch die Investition eines Neubaus zu finanzieren.

Hier kommt nun die Möglichkeit des Bausatzhauses ins Spiel.

Bausatzhaus

Das Bausatzhaus

Was ist ein Bausatzhaus und warum ist es vergleichsweise viel billiger, als konventionell zu bauen? Ist das Bausatzhaus also für einen Heimwerker interessant?

Bausatzhäuser sind fertige Systeme, die ein Bauherr mittels einer ausführlichen Anleitung im Prinzip selbst ausführen kann. Damit fällt der größte Posten beim Hausbau, nämlich der Faktor Personalkosten, zu einem großen Teil erst einmal weg.

Der Bauherr eines Bausatzhauses bekommt seine Baumaterialien, oft auch in teilweise vorgefertigter Weise komplett an die Baustelle geliefert. Auch das dazu benötigte Werkzeug wird mitgeliefert. Dann kann er loslegen und wird dabei auch nicht einmal alleingelassen, denn die Bauleitung und die Baubetreuung sind wesentlich Elemente, die der Bausatzverkäufer mit anbietet.

Je nach Geschick verrichtet der Selbstbauer, der geübte Handwerker bestimmte Gewerke des Hausbaus eben selbst mit eigener Muskelkraft und eigenem Geschick.

Die Angebote der Verkäufer

Die Angebote der Verkäufer variieren dementsprechend. Von Bausätzen für Außenwänden, Innenwänden und Dacheindeckung bis hin zu Sanitärarbeiten, Elektroarbeiten und Putzarbeiten sind alle Varianten vertreten und denkbar, wenn die Bauherren qualifiziert betreut werden.

Die Bausatzhäuser werden in vielen Materialvarianten angeboten und erfüllen in der Regel alle wärmetechnischen und isolierenden Voraussetzungen. Sehr beliebt sind beispielsweise Steine aus Porenbeton, wie etwa Ytong-Steine. Diese können gesägt und verlegt werden und haben durch ihr Nut- und Federsystem eine leichte Handhabung auch für den Heimwerker, der sonst vielleicht nur einen Schrank zusammenbaut.

Besondere Kenntnisse und Erfahrungen bei Hausbau sind beim Bausatzhaus zwar von Vorteil, aber keine Voraussetzung, um zum eigenen Haus zu gelangen.

Wie weiter oben bereits angesprochen, ist der Schlüssel zum ungetrübten Selbstbauhaus die Qualität der Betreuung und Unterstützung des Hausverkäufers.

Die Kosten und die Finanzierung für Bausatzhäuser

Bausatzhäuser werden von etwa 50.000€ bis hin zur Traumvilla auch mit Preisen bis 350.000 € angeboten.

Die Preise sind das eine, die Finanzierung ist das andere. In der Regel akzeptieren die Banken eine „Muskelhypothek“ als Eigenleistung bis zu einem gewissen Prozentsatz problemlos. Viel wichtiger ist aber oftmals die Frage der Gewährleistung. Die wiederum hängt von der Betreuung, Überwachung und Bestätigung des Hausverkäufers entscheidend ab.

Wenn ein Bauherr sich für ein Bausatzhaus entscheidet, hat er in der Konsequenz für die Zeit seines Bauvorhabens keine Freizeit mehr. Mehr als 1.000 Arbeitsstunden sind keine Seltenheit beim Bau eines Bausatzhauses, sondern eher die Regel.

Das lohnt sich also nur, wenn man in der Konsequenz schon vorher daran denkt, dass sich alles in Zukunft nur noch um den Hausbau dreht.

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio

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