Der Bungalow an sich verkörpert die Ansprüche an individuelles, modernes Wohnen ohne wesentliche Einschränkungen. Das wohl wichtigste Merkmal eines Bungalows ist sicherlich das Wohnen auf einer Ebene. Ein Bungalow mit einem Satteldach weist eine besondere Architektur auf und ist darüber hinaus im Gegensatz zum „normalen“ Einfamilienhaus überaus praktisch. In seiner Ursprungsform ist der Bungalow allerdings mit einem Flachdach ausgestattet. Alle Tugenden und Vorteile des Bungalows kann man aber auch unter einem Satteldach unterbringen.

Der Bungalow mit Satteldach ist immer noch ein eingeschossiges, ebenerdiges und freistehendes Einfamilienhaus. Durch diese Merkmale ist der Satteldach-Bungalow insbesondere für Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten oder generell ältere Menschen, aber auch für Familien mit kleinen Kindern oder Singles geeignet. Da auf Treppen verzichtet werden kann, reduziert sich auch das Unfallrisiko im Haus. Ein Satteldach-Bungalow ist daher auch risikoärmer.

Bungalow mit Satteldach

Das Satteldach

Man bezeichnet das Satteldach auch als den Klassiker unter den Dachformen. Die Konstruktion besteht höchst einfach aus zwei zueinander geneigten Dachflächen, die sich an ihrer höchsten Stelle, dem Dachfirst, verbinden. Man bezeichnet die Konstruktion auch als Sparren- oder Pfettendach.

Beim Satteldach kann man zudem zwischen verschiedenen Dachneigungen wählen. Es kommt hierbei auf die Größe des Hauses und die eventuellen Vorgaben im Bebauungsplan an. Am häufigsten kommen Satteldächer mit einer Neigung von 38 – 45 Grad vor. Neben der Dachneigung ist auch die Traufhöhe zu beachten, die in unterschiedlichsten Variationen möglich ist.

Das Satteldach hat eine weniger große Angriffsfläche für Regen und Schnee, als andere Dachformen, speziell das Flachdach. Es ist daher äußerst witterungsbeständig und muss im Vergleich zum Flachdach oder Pultdach nur selten gewartet werden. Das trägt natürlich zu geringeren Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten bei.

Die Besonderheiten bei einem Bungalow mit Satteldach

Wenn die Wahl auf den Bau eines Bungalows gefallen ist, kann man sich natürlich auch zwischen verschiedenen Dacharten entscheiden. Es gibt außer Satteldächern bei Bungalows noch Flachdächer, Walmdächer, Zeltdächer und Pultdächer.

Je nach Region und den dort herrschenden klimatischen Bedingungen variieren die Neigungen eines Satteldachs. So findet man in Gegenden, in denen es häufiger starke Winde oder starken Regen gibt, ein steiles Satteldach, da Regen nicht so leicht eindringen kann.

Vorteile eines Satteldach-Bungalows

Als wichtigster Vorteil gilt sicherlich das barrierefreie Wohnen. Alle Wohn- und Schlafräume sind auf einer Ebene angeordnet, so dass man keine Stufen benötigt. Vor allem Senioren, gehbehinderte Personen und Familien mit kleinen Kindern profitieren daher von der ebenerdigen Bauausführung.

Aufgrund der eingeschossigen Bauweise des Satteldach-Bungalows sind die Räume nebeneinander angeordnet. Das erlaubt individuelle Grundrisse, bei denen statische Erfordernisse wie tragende Wände der darüber liegenden Geschosse bei der Raumplanung nicht berücksichtigt werden müssen. So lassen sich vor allem moderne und offene Raumkonzepte besser und kostengünstiger realisieren. Durch die Planung vieler und großer Fensterflächen lässt sich der Bungalow lichtdurchflutet gestalten, wodurch Garten und Terrasse Teil des Wohnraums werden.

Bei einem Bungalow mit Satteldach besteht im Gegensatz zum Flachdach- und Walmdachbungalow die Möglichkeit, das Dachgeschoss auszubauen, um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen.

Nachteile des Satteldach-Bungalows

Bei allen positiven Aspekten, die für den Bau eines Satteldach-Bungalows sprechen, sollte man aber die zweifellos auch vorhandenen Nachteile nicht übersehen.

Ein Bungalow benötigt viel Grundstücksfläche um die gewünschte Wohnfläche zu realisieren. Das bedeutet einen größeren Bauplatz, der dann auch teurer ist als ein Grundstück für ein mehrstöckiges, unterkellertes Haus. Also ist der Grundstückspreis in der Regel höher anzusetzen.

Weitere höhere Kosten können auf den Bauwilligen aus folgenden Gründen zukommen:

Die hohe Grundfläche bedeutet auch eine größere Dachfläche, und damit erhöhte Kosten für den Dachaufbau.

Das Verhältnis zwischen Wohn- und Außenfläche ist schlechter als bei anderen Haustypen.

Aufgrund der großen Außenflächen ergibt sich ein erheblicher Mehraufwand für Isolierung und Wärmedämmung.

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