erdbeerenpflanzen

Sie sind klein, rot und süß – Erdbeeren. Das beliebte Obst ist im Sommer ein echter Klassiker und schmeckt einfach köstlich. Nicht nur die pure Frucht ist absolut lecker, mit Erdbeeren lassen sich leckere Kuchen und Marmeladen zaubern. Aber warum sollten Sie Erdbeeren kaufen, wenn Sie auch welche selbst im Garten anbauen können? Wir erklären Ihnen, wie Sie die leckeren Erdbeeren pflanzen und ernten.

Infos

Erdbeeren sind keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Sie gehören zu den Rosengewächsen. Sie zählen zu den beliebtesten Früchten und sind deshalb in vielen heimischen Gärten zu finden. Mit ihrer natürlichen Süße bereiten Sie Ihren Besitzern viel Freude.

Große Auswahl an süßen Sorten

Es gibt viele verschiedene Erdbeer-Sorten. Man zählt heute bis zu 1000 verschiedene. Hier ein paar beliebte Sorten, die sich zum Erdbeeren pflanzen im heimischen Garten eignen:

Zu den frühen bis mittelfrühen Sorten gehören:
– Senga Sengana: Es ist die bekannteste Sorte für den heimischen Garten. Sie dominiert seit über 50 Jahren den Erdbeeranbau.
– Lambada: Diese Sorte punktet mit ihrer enormen Süße!
– Elsanta: Die großen und gleichförmigen Früchte schmecken nicht nur gut, sondern sind auch transportfest.

Spätere Sorten sind:
-Symphony: Die voll durchgefärbte Erdbeere ist für ihre Fruchtfestigkeit bekannt.
-Mieze Schindler: diese Art ist ca. 90 Jahre alt. Ihr Aussehen erinnert an Himbeeren. Ihr Aroma ist sehr süß und zart. Deshalb wird sie auch als Praline unter den Erdbeeren bezeichnet.
-Ostara: Die Früchte haben eine mittelrote Färbung und ein frisches Aroma. Mit dieser Sorte können bis in den Herbst hinein Erdbeeren geerntet werden.
-Sweetheart: Diese Sorte trägt zahlreiche, große Früchte und erinnert vom Geschmack her an Waldbeeren.

Eine Kombination aus Früh- und Spätsorten ist auch möglich. So haben Sie den gesamten Sommer über leckere Erdbeeren aus dem eigenen Garten.

Standort

Ein sonniger und windgeschützter Standort ist ideal für Erdbeerpflanzen.

Boden: Wichtig ist, dass der Boden gut umgegraben ist und mit Kompost angereicht wird, bevor Sie die Erdbeeren pflanzen. Damit wird den Pflanzen ein nährstoffreicher Beginn ermöglicht. Der humus- und nährstoffreiche Boden sollte durchlässig und leicht sauer sein. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ist ideal. Bei schweren Böden kann es zur Wurzelfäulnis kommen. Die Folgen sind Krankheiten, die zum Absterben der Pflanze führen können.

Wenn Sie keinen Garten besitzen, müssen Sie aber nicht auf den Anbau von Erdbeeren verzichten: Alternativ lassen sich Erdbeeren auch in Hängetöpfen oder Balkonkästen pflanzen. Somit ist nicht zwangsläufig ein Garten notwendig. Auch auf dem Balkon oder der Terrasse lassen sich Erdbeeren pflanzen. Die Erde sollte aber auch hier locker, humos und leicht gedüngt sein.

Erdbeer-Anbau

Zeitpunkt: Wer Erdbeeren pflanzen und im kommenden Jahr bereits Früchte ernten möchte, sollte die Pflanzen zwischen Juli und August in die Erde bringen. Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen von Erdbeeren ist Anfang August. Bis spätestens Anfang September ist die Pflanzung noch möglich.

Haben Sie ein festes Beet für die Erdbeeren, dann ist es ratsam, dieses ca. zwei Wochen vor der Bepflanzung umzugraben.

Pflanzen: Legen Sie erstmalig ein Erdbeerbeet an, dann können Sie entweder auf vorgezüchtete Pflanzen aus dem Handel oder beispielsweise von Nachbarn oder Bekannten zurückgreifen. Wichtig beim Pflanzen – unabhängig, ob es sich um gekaufte Pflanzen oder Ableger aus dem Vorjahr handelt – ist die Wurzelbildung. Es müssen nämlich genügend Wurzeln vorhanden sein. Anhand grüner Blätter erkennen Sie, dass es eine gesunde Pflanze ist.

Bevor Sie das Beet oder den Kübel bepflanzen, sollten die Wurzeln in ein Wasserbad getaucht werden. Das Loch in der Erde muss tief genug sein, um das Stauchen der Wurzel zu verhindern. Das sogenannte Herz der Pflanze darf aber nicht eingegraben werden, sondern muss sich an der Erdoberfläche befinden. Drücken Sie die Pflanze gut an und versorgen Sie sie mit Wasser. Vor allem in Trockenperioden ist genügend Wasser besonders wichtig. Pflanzen Sie die Erdbeeren mit ausreichend Abstand ein. Dem Wachstum von Unkraut kann mit einer Schicht aus Stroh vorgebeugt werden.

Neben den Erdbeeren sollten keine Kohlsorten angepflanzt werden. Geeignete Nachbarn sind jegliche Arten von Hülsefrüchten.

Wer das Erdbeeren pflanzen im Sommer verpasst hat, kann es auch noch im Frühjahr nachholen. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass Sie gut ausgeprägte Wurzeln verwenden. Optimal dafür sind gekaufte Pflanzen.

Vermehren

Erdbeeren können auch ganz leicht selbst vermehrt werden. Die einfachste Form ist die Anzucht der Samen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Austriebe zu kultivieren. Die Junior-Pflanzen bilden sich an den Ausläufern der Mutterpflanze. Schneiden Sie diese mit einem Messer vorsichtig ab. Um starke Wurzeln zu erhalten, sind die Nachwuchs-Pflanzen mit Kompost in einen separaten Topf zu pflanzen. Dort sollten sie ca. ein bis zwei Wochen gedeihen. Anschließend können Sie diese wieder in den Garten pflanzen.

Pflege

Gießen: Eine regelmäßige Bewässerung ist sehr wichtig. Beim Gießen muss beachtet werden, dass die Blätter kein Wasser abbekommen, da dies zu Krankheitsbefall führen kann.

Dünger: Als Dünger ist frischer Kompost ideal. Während des gesamten Jahres können Sie die Pflanzen auch mit handelsüblichem biologischem Erdbeer-Dünger anreichern, der viel Kalium enthält und somit die Fruchtbildung fördert.

Krankheiten: Die Wurzeln der Erdbeerpflanze sind anfällig für Pilzerkrankungen. Ist der Boden über einen langen Zeitraum zu nass, dann besteht die Gefahr, dass rote Wurzelfäule die Pflanze befällt. Vermeiden können Sie dies mit Tropfschläuchen. Damit wird die Wasserzufuhr tropfenweise reguliert und sorgt dafür, dass das Wasser nur an den unteren Teil der Pflanze gelangt.

Der Schutz vor Krankheiten und Fäule kann aber auch mit einem Unkrautvlies gewährleistet werden. Alternativ ist eine Schicht aus Stroh ebenso hilfreich. Diese sollte unter den Früchten ausgelegt werden. Damit bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden. Zudem versandet die Pflanze nicht, Schnecken und starker Unkrautwachstum bleiben fern. Um den Befall von Grauschimmel zu vermeiden, sollte man die Erdbeeren nicht zu dicht beieinander pflanzen.

Winter: Wenn Sie die Erdbeeren rechtzeitig eingepflanzt haben, dann sind die Wurzeln im Winter bereits bis zu 50 cm tief in der Erde verankert. Mit dieser erreichten Tiefe sind sie im Winter geschützt und können im nächsten Jahr problemlos austreiben.

Um die Pflanze für den Winter zu rüsten, sollten Sie die Blätter der Pflanze entfernen, da sich in ihnen sonst Krankheitserreger bilden. Das Herz der Pflanze muss selbstverständlich unbeschädigt bleiben. Deshalb sollten Sie das Entfernen mit einer Gartenschere erledigen. Anschließend muss der Boden aufgelockert und gedüngt werden. Arbeiten Sie dafür Kompost, Sand oder Torf ein. Zum Düngen kann Mist oder Stroh verwendet werden. Fichtenreisig schützt die Erdbeeren zusätzlich vor Kälte und Frost in der kalten Jahreszeit.

Ernte

Der Zeitpunkt der Ernte variiert je nach Sorte. Von Mai bis September können Früchte geerntet werden. Nehmen Sie die Erdbeeren am Fruchtstiel ab, denn die Früchte sind druckempfindlich.

Im ersten Jahr kann es sein, dass die Ernte noch nicht ganz so üppig ausfällt. Dafür ist das zweite meistens das erntestärkste Jahr. Nach dem zweiten Jahr ist es bereits ratsam, das Beet zu wechseln und mit neuen Jungpflanzen zu versehen, denn im dritten Jahr nimmt der Ertrag stetig ab. Wenn Sie die Erdbeeren nicht vermehren wollen, dann können Sie die Austriebe entfernen. Falls Sie im Juni eigene Ableger genommen haben, können Sie diese nutzen, um neue Erdbeeren zu pflanzen.

Bildquelle: Tim Reckmann

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