Fliesen legen

Hohe Luftfeuchtigkeit, Spritzwasser sowie Hygiene- und Reinigungsmittel stellen Bodenbeläge im Badezimmer und in der Küche auf eine harte Probe. Dazu kommen hohe Raumtemperaturen, die das Entstehen von Schimmelpilzen unterstützen können.

Die optimale Lösung sind deshalb Fliesen. Sie verfügen über eine glasharte, porenfreie und abwaschbare Oberfläche. Diese ist nicht nur robust gegen starke Reiniger, sondern bietet Bakterien und Pilzporen kaum eine Möglichkeit sich festzusetzen. Hier erfahren Sie, wie Sie selbst Fliesen legen.

Vorab

Der Boden muss trocken, eben und sauber sein. Zunächst sollten lose Teile und Schmutz entfernt werden, da es dadurch sonst zu einer Beeinträchtigung der Haftung kommen kann. Füllen Sie vor dem Fliesen kleine Löcher und ziehen Sie Risse glatt.

Bei dem Verlegen von Fliesen ist eine lösemittelhaltige Grundierung zu empfehlen, da Gips sehr saugfähig ist. Dieser würde unbehandelt dem Klebemörtel sehr schnell Wasser entziehen. Die Grundierung können Sie ideal mit Hilfe einer Deckenbürste großflächig und gleichmäßig verteilen. Messen Sie zudem den Raum aus und legen probeweise einige Fliesen aus, ohne diese zu verkleben.

Fliesen bearbeiten

Möchten Sie in einem ganzen Raum Fliesen legen, lohnt es sich, eine Fliesenschneidemaschine zu kaufen oder auszuleihen. Mit dieser wird ein gerader und sauberer Schnitt gewährleistet.

Handelt es sich bei Ihrem Vorhaben um eine kleinere Stelle, dann ist eine Brechzange ausreichend. Bei dieser ist der Breitenanschlag für sich wiederholende Schnitte von Vorteil. Die Schnitte werden stets parallel zur Außenkante gemacht. Mit dem Stahlrädchen wird die Glasur angeritzt. An diesem Riss bricht die Zange die Fliese auseinander.

Fliesen legen im Dünnbettverfahren

Material: Fliesen Ihrer Wahl, Mörtel, Glätter, Zahnspachtel, Gummihammer, Fliesenkreuze, Wasserwaage, Fliesenlegerhexe mit Gummischnur

Bei glattem Untergrund verlegt man Fliesen im Dünnbettverfahren. Der Mörtel wird flüssig angerührt und anschließend mit einem Glätter gleichmäßig verteilt. Beginnen Sie, mit einer Zahnspachtel einen Quadratmeter Klebmörtel vorzuverlegen. Die Zahnung der Zahnspachtel bestimmt, wie dick dieser aufgetragen wird. Fangen Sie in einer Raumecke an, die ersten beiden Reihen zu verlegen.

Damit die Fliesen haften, sollten diese mit einer leichten Handbewegung in die Masse gedrückt werden. Klopfen Sie die Fliese zusätzlich mit einem Gummihammer an. Mit einer Wasserwaage könne Sie die Ausrichtung überprüfen.

Um einen gleichmäßigen Abstand zwischen den einzelnen Fliesen zu erhalten, sollten Sie Fliesenkreuze verwenden, die an den Ecken angebracht werden. Dadurch wird ein einheitliches Fugenbild erzeugt.

In der Raummitte soll eine separate Fliese lose mit demselben Abstand zur Wand platziert werden, die zur Ermittlung einer exakten Verlegelinie dient. Hängen Sie nun an den äußeren Ecken eine Fliesenlegerhexe ein und spannen Sie eine Gummischnur. Verlegen Sie nun die anderen Fliesen der Doppelreihe. Entlang der Gummischnur kann nun Platte für Platte eingesetzt werden. Dieser Vorgang wird anschließend bis zur Wand wiederholt.

Fugen verdichten

Jetzt gilt es die Fugen zu verdichten. Dafür den Fugenmörtel relativ dünnflüssig ansetzen und die Masse mit einem Fugengummi großflächig verteilen, sodass die Ritzen gefüllt werden. Wenn der Mörtel trocknet, dann die Reste zuerst mit einem nassen Schwamm beseitigen.

Im Anschluss die noch vorhandenen Überschüsse mit einem feuchten Lappen entfernen. Abschließend die Fliesenoberfläche mit einem trockenen und weichen Tuch säubern und die letzten Spuren beseitigen. Nun können Sie die Fugen noch mit Silikon versiegeln, entweder transparent oder farblich. Kleben Sie dafür die Kanten mit Kreppband ab, das vereinfacht den Vorgang.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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