Grill selber bauen

Sobald die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, liegt wieder verlockender Grillgeruch in der Luft. Zu einem tollen Sommerabend darf ein Grill selbstverständlich nicht fehlen. Für echte Barbecue-Fans, die häufig grillen, lohnt sich ein fest installierter Grill definitiv, denn dieser muss nicht immer auf- und wieder abgebaut werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen wetterfesten Grill selber bauen. Vom Material bis zur Ausführung – darauf sollten Sie beim Anfertigen achten.

Der richtige Standort

Bevor es mit dem Bauen losgehen kann, sollte überlegt sein, wo der Grill platziert wird. Es ist ratsam, den Grill in Reichweite der Terrasse zu stellen, um sich lange Wege zu sparen. Zudem sollten Sie bei der Ausrichtung die Windrichtung beachten, damit der entstehende Rauch nicht auf direktem Wege zu den Nachbarn zieht.

Vorbereitung

Damit die Arbeit beim Grill selber bauen strukturiert erfolgen kann, sollten Sie zunächst eine Skizze anfertigen. Dort können die Maße eingetragen werden, um die Materialberechnung zu erleichtern. Außerdem ist es hilfreich, die Steine vorab probeweise auszulegen. So erhalten Sie einen ersten Eindruck und können noch Änderungen vornehmen.

Der Untergrund muss fest und eben sein. Heben Sie dafür den Boden ca. 30 cm tief aus. Diese Fläche kann beispielsweise ca. 90 cm breit und 50 cm lang sein. Die Größe können Sie natürlich nach Bedarf wählen. Die Grube dient als Fundament für Ihren Grill.

Im nächsten Schritt verkleiden Sie diese an den Seiten mit Holz und füllen sie mit Flüssigbeton. Der Beton muss noch geglättet werden und anschließend 3-4 Tage aushärten. Erst danach können Sie mit dem Bauen beginnen. Befeuchten Sie die Betonfläche in der Trockenzeit, um Risse zu vermeiden.

Es ist allerdings nicht zwingend notwendig, ein Beton-Fundament zu gießen. Alternativ können Sie dafür eine Bodenplatte aus dem Baumarkt nutzen. Diese bietet dem Grill ebenfalls einen sicheren Stand. Haben Sie einen Kies- oder Felsboden, können Sie auf die Platte verzichten. Sandböden sind hingegen nicht geeignet, da dieser schnell abzusacken droht.

Anleitung für den Grillbau

Material: Schamottemörtel und -steine, Grillrost, Fugenkelle, Maurerkelle, Gipskartonplatten, Wasserwaage, Winkel, Bleistift, Cuttermesser, verzinkte Eisenhalterung

Tragen Sie feuerfesten Schamottemörtel auf Ihr Fundament und legen Sie die ersten Mauersteine in U-Form darauf. Diese sollten Sie fest aufdrücken. Die Zwischenräume sind ebenfalls mit Mörtel zu verdichten. Arbeiten Sie stets mit Winkel und Wasserwaage, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten.

Versetzen Sie die jeweils nächsten Steine einer neuen Reihe um die Hälfte der Steinlänge der darunter liegenden Reihe. Die Steine lassen sich mit einem Maurerhammer teilen. Das bedeutet, dass Sie jede zweite Reihe mit einem halben Stein beginnen. Dadurch wird der Grill stabiler.

Entfernen Sie überschüssigen Mörtel sofort und glätten Sie die Fugen. Verwenden Sie dafür eine Fugenkelle. Als Alternative können Sie einen Stück des Gartenschlauchs nehmen. Mauern Sie auf diese Weise die ersten vier Reihen. Nun können Sie den Grillrost zur Probe auflegen.

Im nächsten Schritt sollen Stützschablonen erstellt werden, um einen Segmentbogen anfertigen zu können. Als Material eignet sich Gipskarton, den Sie als Platte im Baumarkt erhalten. Zeichnen Sie die Maße, Breite der inneren Seite der U-Form und die Höhe der vier Reihen, ein und ergänzen Sie den Bogen. Fertigen Sie zwei dieser Vorlagen an und schneiden Sie sie mit einem Cuttermesser aus. Die Schablonen können nun eingesetzt werden.

Als dritte Vorlage wird die Auflage für die Steine angefertigt, wofür Sie ebenfalls Gipskarton verwenden können. Ritzen Sie die Platte in gleichen Abständen längs, sodass diese sich biegen lässt. Legen Sie die Bogenform nun auf die Seitenteile. Auf diesen Bogen geben Sie nun Schamottemörtel und drücken die Steine hochkant an. Überprüfen Sie die Konstruktion mit Hilfe einer Wasserwaage.

Als nächstes wird über die hochkant verlegten Steine eine komplette Fläche aus Steinen angefertigt. Diese dient später zum Feuermachen. Zwei Reihen an den Seiten rahmen die Feuerfläche ein. Nun können Sie an den Seiten verzinkte Eisen anbringen, die als Halterung für den Grillrost dienen. Diese fixieren Sie ebenso mit Mörtel. Darüber wird als Abschluss dann noch eine weitere Reihe Steine verlegt.

Nach vier Tagen können Sie die Stützelemente aus Gipskarton herausnehmen. Der Mörtel benötigt ca. 10 bis 14 Tage, bis er vollständig getrocknet ist. Wenn dies geschehen ist, können Sie den Grill mit Zementschleierentferner reinigen. Die Flüssigkeit tragen Sie mit einem Schwamm auf und bürsten die Oberfläche ab. Anschließend den Grill gründlich mit Wasser abwaschen.

Ein gemauerter Grill sorgt nicht nur für schöne Grillabende, sondern wertet ganz nebenbei auch noch das optische Bild Ihres Gartens auf.

Bildquelle: Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de

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