Gründach selbst anlegen

Gründächer oder Dachbegrünungen sind in. Nicht nur aus optischen sondern auch aus ökologischen und ökonomischen Gründen. Und die Auswahl der verschiedenen Möglichkeiten ist immer größer geworden. Was den Heimwerker besonders freut, ist die Tatsache, dass man eine Dachbegrünung durchaus in Eigenregie erbringen kann. Sowohl der Herstellungsaufwand, als auch die Pflege eines Gründachs sind mit wenig Zeitaufwand verbunden.

Welche Arten von Gründächern gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen den beiden Formen „extensive Begrünung“ und „intensive Begrünung“. Im Rahmen der extensiven Begrünung eines Daches spricht man je nach Hersteller der Dachbegrünungsvarianten vom Spardach, Leichtdach, Schrägdach, Naturdach, Solares Gründach und Retentionsdach. Eine besondere Form der Hausbegrünung ist die Vertikalbegrünung der Fassade, auch als „Living Wall“ bekannt.

Wo kann man Dachbegrünungen einsetzen?

Annähernd jedes Flachdach und sogar Steildächer bis zu einer Dachneigung von ca. 40 Grad sind für die Dachbegrünung geeignet. Ob nun das Wohnhaus selbst, Garagendach, Dach des Carports oder sonst ein ungenutztes Dach vorhanden ist, eine Dachbegrünung stellt immer eine Besonderheit dar und hat einige weitere Vorteile, die nachstehend erläutert werden.

Die Vorteile einer Dachbegrünung

Dachbegrünungen haben viele Vorteile und eigentlich keine Nachteile. Sie dienen der Verbesserung des Wärmehaushalts ebenso wie der Optik, haben eine schalldämpfende Wirkung und sind gut für Natur- und Umweltschutz. Mit einer entsprechenden Menge von Gründächern können in vielen Gemeinden neue Perspektiven hinsichtlich des Regenwassermanagements gefunden werden. Für den Bauherren ist ein Gründach auch von finanziellem Vorteil, denn viele Städte und Gemeinden bezuschussen den Bau und gewähren Vorteile bei den Abwasserkosten.

Verbesserung des Wärmehaushalts eines Hauses

Die Isolierungswirkung eines grünen Daches kommt im Sommer besonders zur Geltung, denn dann wird die Aufheizung des Daches durch den Pflanzenbewuchs auf natürliche Art und Weise verhindert. Dies gilt ebenso im Winter, wenn die Bepflanzung des Daches dafür sorgt, dass die Wärme-Isolierung des Daches mehr bietet als vorher.

Auswirkungen auf Natur- und Umweltschutz

Untersuchungen haben ergeben, dass ein vorschriftsmäßig begrüntes Flachdach bis zu 90 Prozent des auftreffenden Regenwassers speichern kann und durch Verdunstung wieder dem Wasserkreislauf zuführt. So kann ein Gründach in manchen Gegenden auch zur Verbesserung des  Hochwasserschutzes beitragen. Gründächer wirken in der Stadt wie Biotope und verringern die Luftverschmutzung erheblich.

Regenwassermanagement der Gemeinde verbessern

Durch die Bepflanzung des Daches werden Niederschläge aufgefangen und nicht ungenutzt ins Abwassersystem abgeleitet. Vielen Gemeinden ist daher ein Gründach schon einiges Wert. Man kann neben direkten finanziellen Zuschüssen, im Bundesland Bremen bis zu 5.000 Euro, auch durch eine Verringerung der Abwassergebühren finanziell profitieren.

Die wichtigsten ökonomischen Vorteile

Dachbegrünungen schützen die Dachkonstruktion an sich mit der Dachdichtung und den sonstigen Dachkomponenten vor zu intensiver UV-Strahlung, Hagel- und Regenbelastungen sowie durch den natürlichen Ausgleich von großen Temperaturunterschieden. Nach Expertenberechnungen hält ein Flachdach mit Begrünung etwa doppelt so lange, wie ein normales Flachdach.

Erstellung des Gründachs

Für den Heimwerker gibt es diverse Angebote verschiedener Hersteller, die neben einer genauen Aufbauanleitung auch sämtliche Materialien vom Unterbau über die Drainage, Filtervliese, Dachabläufe, Pflanzsubstrate und die passenden Pflanzen selbst komplett angeboten werden.

Bildquelle: Johannes Gerstenberg  / pixelio.de

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