Hier geht es weiter mit dem Trockenbau und zwar mit Kreisen, speziellen Formen und mit Aussparungen sowie mit Positionierung und Beplankung (Sicherung gegen Ausweichungen, Abweichungen und/oder Verschiebungen) des Ständerwerkes. Außerdem wird die Installation vorbereitet.

Bevor die Gipskartonplatten an das Ständerwerk montiert werden, müssen größere Aussparungen und Löcher herausgeschnitten werden. Hierbei kommt die Bohrsäge zur Anwendung. Damit kann man Kreise und freie andere Formen schnell und effektiv von Hand sägen. Mittels dieser rundum verzahnten Raspel ist das Formen und Ausschneiden von Kreisen ein Kinderspiel. Da freut sich doch des Heimwerkers Herz.

Trockenbau

Dehnungsfugen erstellen

Da die Gipskartonplatten nicht Stoß an Stoß liegen dürfen, um Risse und Verwölbungen zu vermeiden, sind die Kanten anzuschrägen. Mit dem Kantenschneider müssen die Stirnseiten der Gipskartonplatten zur nächsten Kante angeschrägt werden. Mit der Dreifachklinge des Kantenschneiders können präzise 35° Winkel in nur einem Arbeitsgang und äußerst feinen und geraden Schnittkanten gefertigt werden.

Die so gefertigten Stoßseiten können später gut verspachtelt werden und gewährleisten die schon angesprochenen erforderlichen Dehnungsfugen für den Ausgleich von Spannungsrissen etc.

Positionieren und Beplanken

Wenn das Ständerwerk steht und alle Gipskartonplatten zugeschnitten sind, müssen die Platten nun richtig positioniert und befestigt (beplankt) werden. Hierzu benötigt man spezielle Universal-Keile. Diese Keile gewährleisten die genaue Positionierung und damit den gewünschten Abstand und zwar nicht nur innerhalb der neuen Gipskartonwand sondern auch zur vorhandenen Wand. Für eine Deckenbeplankung, also das Über-Kopf-montieren sind Teleskopstangen notwendig, die mittels einer Pumpmechanik millimetergenau justiert werden können.

Nun werden die Gipskartonplatten mit Feingewindeschnellschrauben auf den Metallprofilen befestigt. Hierbei ist zu beachten, dass die Schraubköpfe nicht zu tief, sondern nur leicht versenkt werden. Eine zu tiefe Versenkung beschädigt die Kartonschicht und verringert damit den notwendigen Halt.

Beim Verschrauben ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass man keine Kreuzfugen setzt, sondern die Platten unbedingt versetzt fixiert.

Sollte es vorgesehen sein, die Wände einer besonderen Belastung auszusetzen, ist unter Umständen eine Doppelbeplankung (zwei Platten übereinander) erforderlich. Auf jeden Fall ist eine Doppelbeplankung anzuwenden, wenn später Fliesen auf der Wand befestigt werden sollen.

Die Vorbereitung der Installation

Für die Installation von Elektroleitungen oder wasserführenden Leitungen bieten die Hohlräume zwischen den Gipskartonplatten ausreichend Platz. Auch die Dämmung mit dem vorgesehenen Dämmmaterial ist durch die Hohlräume gewährleistet.

Vor dem Anbringen der zweiten Seite der Trockenbauwände sind also alle Installationspunkte zu bestimmen und vorzubereiten. Hierzu gehören insbesondere die Steckdosen und Schalter. Für all diese Fälle gibt es ausreichend Schablonen im Fachhandel, die die genaue Positionierung auch für den ungeübten Heimwerker ermöglichen.

Ende Teil 3.

Im Teil 4 beschäftigen wir uns mit dem Verspachteln der Gipskartonwände und dem Schleifen.

Bildquelle: pixelio / Rainer Sturm

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