Heutiger Dekorputz ist in der Verarbeitung auch für den ungeübten Heimwerker eine schnelle und nicht sehr anspruchsvolle Angelegenheit, um Wände oder Decken neu zu gestalten. Ein Dekorputz lässt sich wie eine Farbe mit einer Rolle problemlos auftragen. Dabei sind die notwendigen Arbeitsschritte einfacher und schneller zu realisieren als beim Tapezieren. Also: Vielleicht lieber mal einen Strukturputz verwenden, als eine neue Tapete anzubringen. Ein Strukturputz ist in heutiger Qualität ein Gesundheitsfaktor, da solch ein Putz frei von jeglichen Lösungsmitteln und unter Verzicht auf chemische Verbindungen oder chemische Zusätze hergestellt wird. Das bewirkt ein gesundes Raumklima, da diese mineralischen Stoffe Feuchtigkeit der Umgebung aufnehmen und absorbieren.

Putz
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Farben, Dekore und Eigenschaften

Für alle Geschmäcker gibt es gebrauchsfertig hergestellte weiße Strukturputze, die natürlich auch mit der Lieblingsfarbe eingefärbt werden können. Es gibt Hersteller, die dem Material bis zu 50% pulverisierten Marmor zusetzen; eine wahrhaft edle und reinigungsfreundliche Variante. Die wasserdampfdurchlässige und atmungsaktive Eigenschaft wird durch feine etwa 0,4mm bis 1,2mm starke Körnung gewährleistet. Alle angebotenen Struktur- und Dekorputze im Handel sind gebrauchsfertig, abriebfest und auch leicht mit der Rolle aufzutragen. Zehn bis 12 Farben, die im Trend liegen sind meist vorrätig, aber auch weiße Grundfarbe, die man nach eigenem Geschmack einfärben kann, ist eine Alternative.

Wände und Decken verputzen, statt zu tapezieren

Beim Verputzen werden natürlich Anforderungen an den vorhandenen Untergrund gestellt, die beachtet werden müssen. So ist eine vorherige Grundierung oft notwendig. Aber auch eine vorhandene Tapete als Untergrund muss kein Hindernis sein. Beim Putzen muss lediglich darauf geachtet werdet, dass die Untergrundtapete fest sitzt und nicht zu sehr strukturiert ist.

Dann einen Sperrgrund auftragen und los geht es mit dem Putzen. Wer sich an diverse Konstruktionen bzgl. z.B. des Deckentapezierens erinnert, wird überrascht sein, wie einfach sich auch mit Teleskopstangen eine Decke verputzen lässt.

Die besondere Abriebfestigkeit gegenüber einer normalen Wandfarbe (Dispersionsfarbe) ist ein weiteres Argument für einen Strukturputz. Auch kleine Kratzer oder Verschmutzungen sind bei solchem Putz beileibe keine Katastrophe, da der Putz ja durchgefärbt ist und man die Beseitigung von Kratzern oder Verschmutzungen rasch erledigen kann.

Also – jetzt ist wohl jeder Heimwerker überzeugt, dass solch eine Alternative nicht nur weniger Zeitaufwand bedeutet, sondern zudem viel Spielraum für Kreativität und Gestaltung beinhaltet.

Wie die einzelnen Arbeitsabläufe zu gestalten sind und welche Werkzeuge man benötigt, beschreiben wir in Teil 2 „Putz statt Tapete“

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