Qualität am Bau

Vermeidbare Baumängel und Bauschäden verursachen bei Neubau und Altbausanierung allein in Deutschland jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Statistisch gesehen entstehen pro Bauvorhaben Kosten für die Mängelbeseitigung in Höhe zwischen 3 und 10% der eigentlichen Baukosten. Hauptursache dafür ist die mangelnde Qualität von Baumaterialien, Bauarbeitern u.a.. Dies ist wiederum auch die Folge von Preis- und Zeitdruck. Aufgrund steigender Energiepreise und eines wachsenden Umweltbewusstseins achten die Bauherren heute sehr auf Qualität bei der Wärmedämmung von Gebäuden. Die Hauptaufmerksamkeit ist auf die Qualität der Gebäudehülle zu richten, um Schäden durch Wärmebrücken oder Undichtigkeiten zu vermeiden.

Mängelbeseitigung

Werden die Mängel zu spät erkannt, kann die Mängelbeseitigung sehr teuer werden und sich jahrelang hinziehen. Deshalb sollten Sie schon während der Planung und der Bauausführung darauf achten, dass Mängel sofort erkannt und beseitigt werden.

Dabei gilt es, eine Vielzahl von technischen Vorschriften zu beachten und vor allem richtig zu interpretieren. Aus diesem Grund ist die Einschaltung einer unabhängigen Sachverständigenorganisation von großem Nutzen für den Investor. TÜV und DEKRA haben für die baubegleitende Qualitätssicherung im Wohnungsbau Methoden entwickelt, die die Qualität von Bauleistungen erheblich verbessern.

Je stärker sich der Bauherr mit seinem Wohnumfeld identifiziert, desto mehr verbessern sich auch seine objektiven Wohn- und Lebensbedingungen. Das Sich-Wohlfühlen des Hausbesitzers in seiner Immobilie ist letztlich entscheidend für seine Bereitschaft zur Pflege seines Hauses und der Außenanlage und somit für die aus ökologischer und ökonomischer Sicht wichtige Werterhaltung des Objektes.

Gestalterisch ist deshalb auf eine ausgewogene Raum-, Gebäude- und Freiraumqualität Wert zu legen. Im Einzelnen heißt das:

Qualität des Baukörpers selbst:

Der Bebauungsplan bestimmt weitgehend die Form und Lage der Gebäude auf dem Gelände sowie die Höhen- und Abstandsverhältnisse zwischen den Gebäuden. Durch innovative Gebäudegeometrien lassen sich innerhalb solcher Vorgaben Grundrisse entwickeln, die für eine Wertbeständigkeit nutzbar zu machen sind.

Qualität der Verkehrsflächen:

Individuelle Zugänge zum Haus, zur Garage, zum Carport oder den Stellplätzen sind für die Bewohner wichtige Merkmale, um sich mit ihrem Wohnhaus zu identifizieren, um sich sicher in ihrem Heim zu fühlen. Angesichts des steigenden Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung nehmen die Notwendigkeiten von „schwellenfreien“ und „stufenlosen“ Zugängen zu den Wohnungen zu. Für eine ausreichende Dimensionierung von Fluren innerhalb der Wohnungen ist daher ebenso Sorge zu tragen.

Wohnqualität Behaglichkeit:

Um eine gute thermische Gemütlichkeit zu erhalten, ist es notwendig, bei der Bauqualität für die Gebäudehülle die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Die umfassende und dichte Dämmung, auch der Wärmebrücken, ist daher die Grundlage, damit die notwendige Annehmlichkeit und Geborgenheit für die Hausherren erreicht wird.

Die Raumluftfeuchtigkeit ist eine weitere bestimmende Größe, die im engen Zusammenhang mit dem notwendigen Luftwechsel in einem Gebäude steht. In bewohnten Räumen fallen Feuchtigkeit und Gerüche zwangsläufig an und müssen daher mit gezielten Maßnahmen abgeführt werden.

Wohnqualität Schallschutz:

Viele Menschen leiden heute an zu hohen Lärmbelastungen, hervorgerufen durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr. Die Lärmbekämpfung an der Quelle bleibt natürlich erstes Ziel, liegt aber wie in obigen Fällen beschrieben, außerhalb des Einflussbereiches des Hausbauers. Durch die richtigen Schallschutzmaßnahmen im Wand- und Lüftungsbereich kann die Belastung jedoch auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Die Lärmbelastung kann aber auch durch hausinterne Faktoren, wie haustechnische Installationen, mangelnden Trittschallschutz u.a. ausgelöst werden. Hier ist schon planungstechnisch die richtige Weichenstellung erforderlich, um den Hausbesitzer vor Lärm zu schützen.

Qualität der Haustechnik:

Bereits zu Beginn der Planung durch den Architekten muss die haustechnische Konzeption eingebracht werden. Nur durch eine ökonomisch einwandfreie Struktur des Gebäudes ist auch eine wirtschaftliche Installationsplanung möglich.

Bei der Dimensionierung der haustechnischen Anlagen ist eine genaue Bedarfsanalyse Voraussetzung für die Optimierung des Planungsprozesses. Weder eine zu große Auslegung der notwendigen Anlagen, wie Wärmepumpen, Heizkörper etc., noch die zu kleine Dimensionierung führen zu einer effektiven Energiebilanz. Nur die Anpassung an die wirklich benötigten Anlagen bringen die richtigen ökonomischen Voraussetzungen für Ihre Haustechnik.

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