Ein Steingarten ist idyllisch und eine persönliche Wohlfühl-Oase. Mit der richtigen Zusammenstellung wirkt er wie eine alpine Landschaft. Die Gartengestaltung mit Steinen ist sehr gefragt, da die Steine den Pflanzen einen passenden Rahmen verleihen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich einen Steingarten anlegen.
Steingarten

Planung und Material

Sie brauchen Erde, Sand, Kies, eine Schaufel, Steine in unterschiedlichen Größen, verschiedene Pflanzenarten, Gräser, Dekofiguren und Handschuhe zum Arbeiten. Doch zunächst sollten beim Anlegen eines Steingartens einige Dinge beachtet werden.

Idealerweise richten Sie Ihren Steingarten nach Süden aus, weil die Pflanzen viel Sonnenlicht benötigen. Des Weiteren ist es optimal, wenn der Garten an einem Hang, auch bereits von einem kleinen Winkel, abfällt. Haben Sie in Ihrem Garten keine Steigung, können Sie einen Höhenunterschied mit Erde und Kies herrichten.

Die Bodenbeschaffenheit ist ebenfalls von Relevanz. Bei Steingartenpflanzen ist ein Untergrund mit Ähnlichkeit zur natürlichen Umgebung wichtig. Da diese aus alpinen Gegenden stammen, sind steinige Böden optimal. Niederschläge müssen leicht abfließen können, um Staunässe zu vermeiden, da die Steingartenpflanzen diese nicht vertragen. Deshalb sollte ein wasserdurchlässiger Boden vorhanden sein. Sandige Böden mit einer Steinschicht, wofür Sie Kies verwenden können, sind dafür geeignet. Der harte Boden sorgt auch dafür, dass der Steingarten nicht abrutscht.

Außerdem sollten Sie Ihre ausgewählte Fläche zunächst von Wurzeln befreien, bevor Sie Ihren Steingarten anlegen. So wird vermieden, dass Unkraut hinduchkommt.

Welche Pflanzen und Steine eignen sich?

Ein Steingarten besteht aus Pflanzen, die sehr trockenresistent sind, deshalb sind winterharte und immergrüne Pflanzen geeignet. Aber auch Stauden wie Dreiblattspiere, Blaukissen und Polsterphlox, Koniferen und Halbsträucher lassen sich verwenden und passen sehr gut, wenn Sie einen Steingarten anlegen. Sie sind nicht nur ansehnlich, sondern auch winterhart und benötigen nur wenig Pflege. Alpine Pflanzen wie Primeln, Enzian oder Haus- und Nelkenwurz sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.

Verwendbare Steine sind Granit, Quarzit, Basalt, Sand- oder Kalkstein. Nehmen Sie nicht zu viele Steine einer Größe, sondern sorgen Sie für Abwechslung und Vielfalt. Helle Steine, die sehr freundlich wirken, in Kombination mit grünen Pflanzen sind sehr beliebt. Vor allem große Steine in Abwechslung mit kleinen und mittleren Steinen lassen den Steingarten natürlich erscheinen. Die Steine können Sie entweder an Flüssen oder Seen sammeln gehen oder im Baumarkt käuflich erwerben.

Steingarten anlegen: So geht’s

Erstellen Sie auf dem ausgewählten Raum eine dünne Schicht Kies auf einer Unterlage aus Sand. Alternativ können Sie auch den Kies mit Erde und Sand mischen. Legen Sie nun die ausgewählten Steine mit der größten Fläche nach unten in das zuvor aufgeschüttete Kiesbett. Die Hohlräume werden noch mit Sand aufgefüllt.

Arbeiten Sie beim Platzieren der Steine asymmetrisch und achten auf einen kurvigen und welligen Verlauf, um die Anlage natürlich wirken zu lassen. Bevor Sie mit der Bepflanzung loslegen, schütten Sie die Gartenerde zwischen die großen Steine. Im nächsten Schritt können Sie die Pflanzen einsetzen. Für ein ebenmäßiges Bild geben Sie noch ein wenig Erde darauf und drücken diese leicht an.

Der fertig angelegte Steingarten kann anschließend noch mit Dekofiguren und LED-Beleuchtungen versehen werden. Diese runden das optische Bild ab. Wir wünschen viel Spaß beim Anlegen des Steingartens!

Bildquelle: Joujou / pixelio.de

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