AmeisenimGarten

Gerade in der Sommerzeit finden sich schnell Ameisen im Garten. Doch diese sind bei einem schönen sonnigen Tag unerwünschte Gäste. Zwar handelt es sich bei Ameisen um ausgesprochen nützliche Tiere, dennoch möchten die wenigsten sie auf der Terrasse. Vor allem wandern sie gerne bei offenen Türen und Fenstern ins Haus und können somit lästig werden. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen garantiert bei der Bekämpfung helfen werden.

Sind Ameisen eine Gefahr?

Es wäre nicht richtig, Ameisen als schädliche Tiere zu bezeichnen. Es handelt sich dabei vielmehr um fleißige Insekten, da sie Schädlingsvertilger sind. Ameisen erbeuten wirbellose Tiere und deren Gelege, darunter fallen beispielsweise auch pflanzenfressende Insekten und Schneckeneier. Zudem lockern sie den Erdboden auf, was das Wachstum von Pflanzen fördert. Des Weiteren wird der Boden mit natürlichem Dünger versehen. Diesen bringen die Ameisen in Form von Biomasse in die Erde.

Dennoch können sie in großer Anzahl auch im Garten schädlich sein, da Ameisen sehr aktiv sind. Beispielsweise durchlöchern sie die Erde und greifen die Wurzeln von Sträuchern und Blumen an. Die Konsequenzen daraus können verlangsamter Wachstum und Vertrocknen vor allem junger Pflanzen sein. Außerdem schützen sie Blattläuse vor Fressfeinden, um ihren Honigtau ernten zu können. Deshalb ist es zu empfehlen, gegen die Ameisen, sobald sie überhandnehmen, vorzugehen.

Haben die Ameisen den Weg in Ihr Haus oder auf Ihre Terrasse gefunden, sollten Sie dringend handeln. Denn die Tiere sind Vorratsschädlinge. Das heißt, sie ernähren sich vorzugsweise von Lebensmitteln, die hauptsächlich Zucker und Eiweiß enthalten. Außerdem können Ameisen Überträger von Keimen sein. Sind Ihre Nahrungsmittel von Ameisen befallen, sollten Sie diese umgehend entsorgen. Zudem sollten Sie auf Elektrogeräte Acht geben, da Ameisen einen Kabelbrand verursachen können, indem sie hinein klettern.

Bisse oder Stiche von Ameisen sind unangenehm und können zu Hautreizungen führen. Die Arten innerhalb Deutschlands sind aber für den Menschen meist nicht gefährlich, ausgenommen sind selbstverständlich Allergiker.

Für eine ameisenfreie Zone

Möchte man die Ameisen loswerden, sollte jedoch nicht auf chemische Mittel zurückgegriffen werden. Denn diese sind nicht nur für Tiere schädlich, sondern auch für den Menschen problematisch. Zudem ist der Einsatz von Chemikalien umweltschädigend.

1) Vorbeugung
Damit die Ameisen gar nicht erst angelockt werden, sollten Sie darauf achten, dass sich auf der Terrasse keine offenen Nahrungsmittel befinden. Vor allem im Sommer sind häufig Essensreste vom Grillen übrig und gegebenenfalls auch auf den Boden gefallen. Diese sollten schnellstmöglich beseitigt werden. Alle anderen Nahrungsmittel sollten gut verschlossen aufbewahrt werden.

Dazu zählen auch Futternäpfe von Haustieren. Das Tierfutter lockt nämlich Ameisen an, selbst die Reste eines Hundenapfs können die Ameisen reizen.

2) Wasser zur Bekämpfung
Die simpelste Methode zur Bekämpfung ist Wasser. Gießen Sie dieses über geplagte Stellen. Versorgen Sie ebenfalls die Erde um Ihre Pflanzen herum, die schon angegriffen wurden, mit Wasser. Mit dem Wasser werden nämlich nicht nur die Erde, sondern teilweise auch Ameisen weggespült. Auf Grund der Feuchtigkeit kommen die Tiere nicht so schnell zurück.

3) Blattläuse
Fehlt es den Ameisen an Ihrer wichtigen Nahrungsgrundlage, nämlich den Blattläusen, siedeln sie ebenfalls um. Auf Grund dessen ist es ratsam, auch Blattläuse zu bekämpfen.

4) Ameisennest entfernen
Sollten Sie ein Ameisennest in Ihrem Garten finden, dann stellen Sie einen mit Erde gefüllten Blumentopf umgekehrt über dieses. Die Ameisen verwenden den Topf als ihr neues Haus und können somit leicht umgesetzt werden. Verwenden Sie für das Umsiedeln einfach einen Spaten.

Befindet sich ein solches Nest hingegen in einem bereits angelegten Blumenkübel oder -kasten, dann geben Sie reichlich Wasser hinzu. Wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis die Ameisen umsiedeln.

5) Ameisen fernhalten
Um die Ameisen von Ihrer Terrasse und Ihrem Haus abzuschirmen, kann mit Kreide gearbeitet werden. Diese stellt für Ameisen eine Barriere dar. Zeichnen Sie einen breiten Strich mit Kreide entlang der Terrasse und dem Eingang zum Haus. Diesen können Sie mehrmals erneuern.

Dichten Sie außerdem alle möglichen Spalten und Ritzen, die Ameisen Zugang zum Haus oder Terrasse verschaffen können, mit Silikon oder Leim ab.

6) Duftstoffe
Der Orientierungssinn von Ameisen lässt sich mit einigen Duftstoffen irritieren, sodass die Ameisen fortziehen. Vor allem die Düfte von ätherischen Kräutern schrecken die Tiere ab. Dazu zählen beispielsweise Thymian, Majoran, Zitronenkraut, Kerbel, Farnkraut, Wacholder und Lavendel.

Lediglich ein paar Zweige am Ameisenbau sind zur Bekämpfung auszulegen. Eine zusätzliche Möglichkeit besteht darin, Tee aus den Pflanzen zuzubereiten und diesen abgekühlt über die Kräuter zu geben. Alternativ können auch Öle, wie z.B. Lavendelöl, verwendet werden. Beträufeln Sie die Ameisenstraße bzw. die befallenen Stellen damit.

Lebensbäume, sogenannte Thujapflanzen, Ringelblumen und Wermut enthalten ebenfalls Düfte, die für Ameisen unangenehm sind. Die Pflanzen einfach am Ort des Befalls hinsetzen. Alternativ können Teile dieser Pflanzen als Mulch verteilt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Jauche. Geben Sie dafür 30 Gramm getrocknetes Wermutkraut in einen Eimer mit zehn Liter Wasser. Lassen Sie dieses Gemisch ca. zehn Tage gären. Geben Sie die Brühe anschließend auf die betroffenen Stellen.

Aber auch Hausmittel können hilfreich sein. Verwenden Sie Zitronenschalen, Chilipulver oder Zimt, das Sie an den Zugängen zur Terrasse oder zum Haus verteilen. Der intensive Duft schreckt die Ameisen ab.

Fazit

Falls die Maßnahmen keine Wirkung zeigen, sollte professionelle Hilfe eines Schädlingsbekämpfers hinzugezogen werden. Vom selbstständigen Einsatz von Bioziden ist abzuraten, vor allem wenn Kinder im Haushalt leben.

Bildquelle: Gila Hanssen / pixelio.de

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