Für ein Projekt im Trockenbau ist der erste Arbeitsschritt, einen sorgfältigen Plan auszuarbeiten. Wo werden die Steckdosen, Türen, Schalter und Kabel und die gesamte Elektroinstallation ihren Platz haben und wie viel davon benötigt man unbedingt.

Ein paar Kleinigkeiten sind außerdem unbedingt bei der Planung zu beachten. So sind Steckdosen beispielsweise nicht gegenüberliegend in derselben Wand zu montieren. Im Zuge der in Deutschland gültigen Brandschutzverordnung sollte man die Steckdosen daher im Mindestabstand eines Ständerrasters einbauen.

Ist eine Fußbodenheizung vorhanden, so sind natürlich Bohrungen im Fußbodenbereich problematisch; da muss zur Befestigung auf einen guten Montagekleber ausgewichen werden.

Zur Vorbereitung gehört auch die Planung der Werkzeuge; was ist vorhanden, was muss beschafft werden? Eine ausführliche Werkzeugliste ist am Ende dieses 1. Teiles aufgeführt.

Trockenbau

Bauabschnitt 1 – Die Unterkonstruktion

Für den Bau einer Trockenwand muss zunächst die Unterkonstruktion errichtet werden. Auf einem solchen sogenannten Ständerwerk werden später dann die Gipskartonplatten verschraubt. Diese Unterkonstruktion kann sowohl in Holz- als auch in Metallbauweise hergestellt werden. Der Anteil aus Metallunterkonstruktionen liegt heute bei ca. 75%. Der Vorteil in den Metallversionen liegt in der Maßgenauigkeit und einer etwas höheren Belastbarkeit des Materials. Auch extreme Umgebungstemperaturen und Feuchtigkeit lassen eine Metallunterkonstruktion unbeeindruckt.

Man unterscheidet die benötigten Profile in UW-Profile (Stahlprofile mit U-förmigem Querschnitt) für den Boden und die Decke, in CW-Profile (Kaltverformte Stahlblechprofile mit C-förmigem Querschnitt) für die Seiten und die notwendigen vertikalen Streben sowie in UA-Profile (Kaltverformtes verstärktes Stahlblechprofil mit C-förmigem Querschnitt) und Türsturzprofile für die Durchgänge und die Türen.

Bevor der Trockenbau nun startet, sind noch die Vorkehrungen für unnötige Staub- und Schmutzbelastungen zu treffen. Hierzu empfiehlt sich, eine Schmutzschleuse einzurichten; entweder gestaltet aus freier Hand oder als fertige Schleuse diverser Anbieter. Hierbei handelt es sich um eine starke transparente Baufolie, die am Türrahmen befestigt wird und nach einem „chirurgischen Schnitt“ in der Mitte mit einem selbstklebenden Reißverschluss versehen wird. Nach dem Bau der Unterkonstruktion kann diese Schmutzschleuse wieder rückstandslos entfernt werden.

Werkzeugliste (alles, was man in der Regel benötigt):

1. Lasermeßgerät oder Zollstock

2. Wasserwaage und Richtscheit

3. Richtschnur

4.  Bohrmaschine und Akkuschrauber inkl. entspr. Bohrer und Bits

5. Blechschere

6. Messer

7. Krimperzange

8. Gipskartonschneider mit einer Schiene

9. T-Schiene mit Parallelschneider

10. Fixierhilfen

11. Deckenstützen

12. Flächenspachtel

13. Breitspachtel

14. Edelstahl-Glätter

15. Blockhobel

16. Lochsäge

17. Rundschleifer 225 mm

18. Haftschleifscheiben

19. Handsäge

20. Kantenschneider

21. Bohrsäge

22. Plattenheber

23. Für die Lagerung und den Zuschnitt werden Böcke genutzt.

Ende Teil 1

In Teil 2 befassen wir uns mit den Wandverläufen, mit der Vorbereitung, Befestigung und der Ausrichtung der Profile sowie mit dem Zuschnitt der Gipskartonplatten. Es folgen 4 weitere Teile. Man darf also gespannt sein!

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio

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