Hier geht es weiter mit dem Trockenbau und zwar mit den Wandverläufen und den Profilen.

Der geplante Wandverlauf muss nunmehr mit einer Richtschnur oder dem Lasermessgerät gekennzeichnet werden. Für die optische Genauigkeit und die entsprechende Orientierung beim Befestigen der Profile sollten die Markierungen mit Klebestreifen auf dem Boden fixiert werden.

Trockenbau

Profile vorbereiten und befestigen

Üblicherweise werden die benötigten Profile mit einer Blechschere auf das erforderliche Maß zugeschnitten.

Wichtiger Hinweis: Hier darf man auf keinen Fall einen Winkelschleifer benutzen, da dieser eine sehr hohe Reibungswärme erzeugt und damit unweigerlich den Korrosionsschutz der Profile zerstört.

Zur besseren Schalldämmung sollte man auf der Rückseite der Profile einen selbstklebenden Dichtstreifen anbringen; das danken Mitbewohner und/oder Nachbarn!

Zur Befestigung der Profile an Boden und Decke benutzen wir Drehstiftdübel. In die Bohrmaschine gehört hierbei natürlich ein guter Steinbohrer.

Im Bereich der späteren Durchgänge oder der Türöffnungen müssen selbstverständlich die unteren Profile (UW-Profile) ausgespart werden. An den vorhandenen Wänden ist nunmehr eine Anschlussdichtung anzubringen.

Sind die UW Profile an Boden und Decke befestigt, können jetzt die CW-Profile eingestellt werden, aber noch nicht fest verbunden werden. Um einen Abgleich oder Ausgleich von Deckenbewegungen oder ungleichen Maßen vorzunehmen, sollten etwa 1,5 bis 2,5 cm Spielraum nach oben eingeplant werden.

Von der Wand beginnend werden jetzt die Ständerprofile ausgerichtet. Der Achsabstand sollte so bemessen sein, dass er etwa der Hälfte der Breite der vorgesehenen Gipskartonplatte entspricht. Alle Profile werden in dieselbe Richtung ausgerichtet und mit der Krimperzange verbunden.

Zuschnitt der Gipskartonplatten

Woraus besteht ein Gipskarton? Er besteht aus einem festen Gipskern und ist auf beiden Seiten mit einem speziellen Karton beschichtet. Diese Kartons gibt es in den Breiten von 125 cm oder in 80 x 260 cm. Für Badezimmer und andere Feuchträume sind imprägnierte Platten im Handel. Für das Zerschneiden dieser Gipskartons wurden spezielle Werkzeuge entwickelt.

Der in unserer Werkzeugliste notierte Gipskartonschneider wird mit der 1 Meter langen Schiene auf die Platte gelegt und per Schlitten über den Karton gezogen. Der nunmehr geritzte Karton kann mit einem leichten, kontrollierten Druck auf die Platte nach unten gebrochen werden (nicht mit brachialer Gewalt schlagen, denn die Kartonschicht muss unversehrt bleiben).

Das Zerschneiden der Kartonage der Rückseite wird nun sauber durch eine Verschiebung des Schlittens in die Gegenrichtung vollzogen. Ein sauberer Schnitt ist für das spätere Verfugen der Platten im Prinzip unabdingbar.

Auch präzise Streifenschnitte oder Winkelschnitte sind mittels der beweglichen T-Schiene problemlos möglich. Durch die leicht lesbare Skala auf der Schiene können Schnitte, Aussparungen und Markierungen exakt ausgeführt werden.

Für eventuelle Unebenheiten an den Kanten kommt der Blockhobel zum Einsatz. Er kann mit einer Hand geführt werden und beseitigt ganz professionell alle Unebenheiten.

Ende Teil 2

In Teil 3 beschäftigen wir uns mit Kreisen, speziellen Formen und mit Aussparungen sowie mit Positionierung und Beplankung (Sicherung gegen Ausweichungen, Abweichungen und/oder Verschiebungen) des Ständerwerkes.

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