Bevor man die Entscheidung trifft, ein Fertighaus zu kaufen, gilt es, die Vor- und Nachteile beim Bau eines Fertighauses abzuwägen. Fertighäuser werden in Deutschland immer häufiger gebaut. Inzwischen dürfte jeder fünfte Neubau ein Fertighaus sein. Fertighäuser werden auch als sogenannte Ausbauhäuser oder Selbstbauhäuser angeboten. Bauinteressenten mit dem notwendigen handwerklichen Geschick sind mit diesen Angeboten bestens bedient und können hier Geld in erheblichem Maße einsparen.

Vorteile beim Bau von Fertighäusern

Die Vorteile beim Bau eines Fertighauses sind vielfältig. Hauptvorteil ist sicherlich die Kürze der Bauzeit. Wenn Fundament oder Keller errichtet sind, kann der Fertighausaufbau innerhalb weniger Tage erfolgen. Dadurch spart der Bauherr neben den Lohnkosten auch Kosten für Finanzierung und für eventuelle Doppelbelastungen, wenn Miete und Baufinanzierungsraten gleichzeitig fällig werden.

Bau eines Fertighauses

Der Bauherr eines Fertighauses hat in der Regel nur einen Ansprechpartner, nämlich den Fertighaushersteller, der für alle Gewerke zuständig ist. Bei einem Massivhaus kann es da schon ganz anders aussehen.

Das fertige Haus kann ein Fertighausinteressent bereits in einer Musterhausausstellung ansehen. Es fällt einfacher, hier bestimmte Details an Ort und Stelle zu klären.

Durch die kurze Bauzeit kann kaum Feuchtigkeit in den Baukörper eindringen, das „Trocknen“ des Baukörpers entfällt daher beim Fertighaus.

Fertighäuser haben in der Regel dünnere Wände als Massivhäuser, die Raumausnutzung kann daher bis zu 30 % höher sein, als bei einem Massivhaus, die Grundfläche und damit die Wohnfläche vergrößert sich daher.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist auch die absolut präzise Herstellung der Fertighaus–Elemente. Durch den Einsatz computergesteuerter Maschinen bei der Fertigung der Bauteile des Fertighauses wird eine Präzision erreicht, die beim Massivbau „Stein auf Stein“ nicht erreicht werden kann.

Nachteile beim Bau eines Fertighauses

Das am häufigsten verwendete Baumaterial für den Bau des Fertighauses ist Holz und der Aufbau erfolgt meist in der sogenannten Holzrahmenbauweise. Auch bei allen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bleibt das Fertighaus ein vorgeplantes und vorgefertigtes Bauwerk. Individuelle Änderungen sind zwar möglich, haben aber ihren Preis und der vorher genannte Festpreis entwickelt sich rasant zu einem wesentlich teureren Objekt. In dieser Hinsicht ist das Massivhaus mit seinen vielfältigeren Gestaltungsmöglichkeiten dem Fertighaus überlegen.

Ein Argument gegen Fertighäuser wird immer wieder mit dem geringeren Wiederverkaufswert genannt. Obwohl die Lebensdauer eines Fertighauses mittlerweile der von Massivhäusern nicht nachsteht, wird es bei Bankbeurteilungen oder Sachverständigengutachten immer noch schlechter behandelt als das Massivhaus. Wer sein Fertighaus verkaufen will, hat daher unter Umständen Verluste zu beklagen. Die Entscheidung für oder gegen das Fertighaus ist eine sehr subjektive. Andererseits sollte man auch die objektiv vorhanden Fakten in seine Überlegungen einbeziehen.

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