In Deutschland werden jährlich rund 890.000 Tonnen Dispersionsfarben verkauft. Keine andere Farbenart, wie z.B. Volltonfarbe, Kalk- oder Latexfarbe kann eine derartige Beliebtheit sowohl in der Anwendung als Innenwandfarbe wie auch als Außenwandfarbe aufweisen. Allgemein werden die positiven Eigenschaften der Dispersionsfarbe für den Erfolg verantwortlich gemacht, die da wären, gute Deckkraft und geringe Tropfneigung.

Dispersionsfarben

Die chemischen Grundlagen der Dispersionsfarbe

Chemisch gesehen ist eine Dispersion ein Gemisch aus mindestens zwei Stoffen. Für die Dispersionsfarbe werden überwiegend Kunstharze auf Mineralölbasis oder Flüssigkunststoffe eingesetzt. Weiterhin besteht die Dispersionsfarbe aus Farbpigmenten, Füllstoffen, Additiven und Lösungsmitteln. Am Lösungsmittel scheiden sich die Geister hinsichtlich der für den Menschen unbedenklichen Menge. Inzwischen hat man einen Grenzwert für Lösungsmittel von 70g pro Liter eingeführt.

Gesundheitliche Aspekte

Da Dispersionsfarben zur längeren Haltbarmachung Konservierungsmittel benötigen und auch um eine Schimmelbildung zu verhindern, Biozide verwenden, können sich bei der Anwendung allergische Problematiken entwickeln. Man sollte daher beim Farbenkauf darauf achten, dass keine Biozide in der Farbe enthalten sind. Diese Farben gibt es und sie sind auch entsprechend gekennzeichnet.

Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt, der bei der Verwendung von Dispersionsfarbe zu beachten ist, liegt in seinem Füllstoff vor. Die Farbe beinhaltet auch einen Füllstoff, der häufig Talkum ist. Talkum hat jedoch den Nachteil, dass es mit Asbest verunreinigt sein kann. Beim Verarbeiten der flüssigen Farbe und bei getrockneter Farbe besteht keine Gefahr. Wenn die getrocknete Farbe jedoch mit Bohrmaschine, Fräse oder Schaber bearbeitet wird, kann sich Asbest freisetzen und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Da es Farben ohne Talkum als Füllstoff gibt, sollte man beim Kauf auf die Inhaltsstoffe achten.

Dispersionsfarbe auf natürlicher Basis

Im Gegensatz zur oben beschriebenen Dispersionsfarbe auf Kunstharzbasis kann man auch die gesundere Variante der Naturdispersionsfarbe zurückgreifen. Diese Farben werden aus natürlichen Bestandteilen hergestellt. Bestandteile der Dispersionsfarbe auf natürlicher Basis sind Pflanzenöle wie Leinöl oder Rizinusöl, Bienen- oder Baumwachs und natürliche mineralische Pigmente. Leider sind Naturdispersionsfarben meistens teurer als die Dispersionsfarben auf Kunstharzbasis.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here