Einfamilienhaus

Was zählt eigentlich als Einfamilienhaus?

Was versteht man denn eigentlich unter einem Einfamilienhaus? Ist es ein Bungalow, ein Fachwerkhaus, ein Niedrigenergiehaus, ein Fertighaus, ein Massivhaus, eine Villa, ein Stadthaus, ein Friesenhaus oder gar ein Schwedenhaus? Grundsätzlich kann man ein Einfamilienhaus mit mehreren dieser Begriffe belegen, denn ein Einfamilienhaus kann durchaus gleichzeitig ein Bungalow, ein Fertighaus, ein Niedrigenergiehaus und ein Schwedenhaus sein.

Das Einfamilienhaus im Baurecht

Baurechtlich hat der Begriff Einfamilienhaus eine eindeutige Bedeutung.

Ein Einfamilienhaus ist, wie es der Name schon aussagt, ein Haus für eine Familie. In den Bebauungsplänen ist die Fläche für einen Einfamilienhaus- Neubau gesondert ausgewiesen. Das bedeutet, dass man in den ausgewiesenen Flächen auch nur ein Einfamilienhaus bauen darf.

Das Einfamilienhaus muss zum dauerhaften Bewohnen geeignet sein, deshalb zählen Ferien- und Wochenendhäuser nicht als Einfamilienhaus. In der Regel ist ein Einfamilienhaus ein freistehendes Haus, mit einem Grundstück, auf dem nur dieses eine Einfamilienhaus steht. Eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus zählt man allerdings auch zu den Einfamilienhäusern. Die Bauplätze dafür müssen im Bebauungsplan allerdings gesondert ausgewiesen werden.

Die verschiedenen Baustile des Einfamilienhauses

In der Gruppe Einfamilienhaus unterscheidet man nach dem Baustil des Hauses in Bungalow, Fachwerkhaus, Villa, Stadthaus, Friesenhaus, Schwedenhaus und noch einige mehr. Diese Begriffe sollen die besondere Bauart, den besonderen Baustil für das Einfamilienhaus besser beschreiben. Jedes Einfamilienhaus, das nicht in diese Untergruppierung passt, wird allgemein eben nur als Einfamilienhaus oder auch Giebelhaus bezeichnet.

Das Energiekonzept des Einfamilienhauses

Neben der Einteilung nach dem Baustil unterscheidet man das Einfamilienhaus auch nach seinem Energieverbrauch. Das Niedrigenergiehaus weist darauf hin, dass der Energieverbrauch niedrig ist. Das Passivhaus hat einen ausgeglichenen Energiehaushalt. Das bedeutet, dass durch Erdwärme, Solarenergie und energiesparende Bauweise so viel Energie erzeugt wird, dass das Haus keine zusätzliche Energie benötigt.

Beim Plusenergie- Haus ergibt sich rein rechnerisch und auf ein ganzes Jahr bezogen sogar einen Energieüberschuss, der in das öffentliche Netz abgegeben werden kann.

Einfamilienhäuser als Massivhaus oder Fertighaus

Alle genannten Häuser, gleichgültig, welchen Baustil und welchen Energiebedarf sie haben, können als Massivhaus oder Fertighaus gebaut werden.

Der Einfamilienhaus- Neubau ist die am meisten beantragte Bauart für den Hausbau in Deutschland. In über 80% aller Bauanträge für das Einfamilienhaus wird ein Einfamilienhaus-Neubau als Massivhaus beantragt. Die Rate der Einfamilienhäuser im Fertighaus- Bereich ist, obwohl seit einigen Jahren permanent ansteigend, entsprechend gering.

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